DSDS Top 15 - Deutschland sucht die Stylingkatastrophe

Montag, 21. Februar 2011 12:51

Wie jedes Jahr gucke ich DSDS (ja, ich stehe dazu) und lasse mich gerne darüber aus - wie auch jetzt.

Vorab: ich muss sagen, dass mich diese Staffel bisher aber deutlich weniger angesprochen hat, als die bisherigen, was verschiedene Gründe hat:
- für mich gibt es in dieser Staffel nicht den einen oder zwei Kandidaten, die mich wirklich begeistern und bei denen ich mir sicher bin, dass sie es bis ins Finale schaffen.
- dei Jury-Neubesetzung ist für mich ganz grausam, Fernanda (”Ich muss in jedem 2. Satz die Zeitschrift Bravo erwähnen”) Brandao habe ich vom ersten Moment gefressen (Bohlen-Püppchen halt) und Patrick Nuo ist ein arroganter Popanz (”Das war sooo schläääääääächt!”).
- die ehemals lustigen Kommentare wirken mehr denn je wie aus dem Drehbuch; mir ist klar, dass bei der Sendung ohnehin nicht die Hälfte real ist und vieles getürkt und gestellt ist, aber mittlerweile wirkt es nur noch konstruiert und aufgesetzt, worunter der reine Spaß-Faktor enorm leidet.
- man merkt mehr denn je, wer von Anfang an von RTL gepusht wurde und wie sehr die Argumente auf die Kandidaten zurechtgebogen werden. Bei dem, der fliegen soll, wird das kleinste Haar in der Suppe gesucht, während bei anderen alles schön geredet wird (da ist es auch egal, dass ein Pietro nicht einen Text auswendig kann, dazu aber später mehr).
- Ich will das Songquiz wieder! In jeder Casting-Folge!

Am vergangenen Samstag lief dann die erste Live-Sendung mit den Top 15, ich möchte nun zu jedem Kandidaten ein kurzes Statement abgeben und erwähnen, auf welchen Platz ich ihn bzw. sie getippt hätte.

Vorhang auf, Manege frei, es folgt Angelos ultimative und wie immer höchst subjektive Betrachtung:

- Zazou Mall -
Bei ihr war vom ersten Moment an klar, dass RTL sie in den Mottoshows haben will, koste es, was es wolle. Vom Typ her erinnert sie sehr an Ines Redjeb aus der vergangenen Staffel, hübsch, ruhig - und irgendwann fällt einem auf, dass diejenige musikalisch furchtbar belanglos ist. Ok, Zazou hat den Vorteil, dass sie immerhin nicht am Mikro steht wie bestellt und nicht abgeholt, trotz dessen habe ich sie nur auf Platz 7 getippt, weil sie nicht wirklich polarisiert.
Ihr Auftritt in den Top 15 war noch einer der besseren, was aber vor allem daran liegt, dass da etliche Kandidaten einfach nur kröööötenlangweilig waren.

- Anna-Carina Woitschack -
Habe ich die wohl richtig geschrieben? Egal, sie ist und bleibt sowieso die Puppenspielerin… für sie gilt das selbe wie für Zazou, RTLs Darling vom ersten Moment an, da sieht man auch gerne darüber hinweg, dass ihr Stimmchen eher dünn ist, so lange man das Cliché des hübschen Mädels, das trotz dessen noch nie einen Freund hatte, weiter vermarkten kann.
Immerhin muss man ihr zugute halten, dass sie sich mit Alicia Keys wirklich an eine große Sängerin gewagt hat und das für ihre Fähigkeiten sogar noch recht passabel gemeistert hat. Dafür war ihre Wahl des Kleids umso grausamer: wer hat ihr denn bitte geraten, sich zu einer aktuellen Ballade in Neon-Klamotten zu zwängen, für die sich heute 80er Jahre-Popkombos noch schämen würden?
Sie wird sich noch ein paar Runden weiterlächeln, dann war’s das aber auch - mein Tipp vor den Top 15: Platz 8.

- Ardian Bujupi -
Bei Ardian hat man in der Top 15-Show gemerkt, wie sehr RTL versucht, jemanden in eine Schublade zu drängen - bei Ardian war es die des “Bad Boy” (sonst fehlt ein Kandidat, der da reinpasst, also muss man einen konstruieren). Es gab Streitigkeiten? Ohhhhh, welch Wunder, wenn man 15 Personen zusammenpfercht, bleibt das sonst ja auch aus - ne, is’ schon klar, RTL!
Ardian hat eine schöne Stimme, hat’s aber in der Show am Samstag für meinen Geschmack mit dem Posen übertrieben (Könnt ihr nicht mal eure Hemden anbehalten?), was er gar nicht nötig hätte. Mein Tipp: Platz 10, weil er nicht den Süß-Faktor hat, um die potentiellen Anruferinnen auf seine Seite zu bringen.

- Awa Corrah -
Bei Awa ist mein Tipp völlig in die Hose gegangen, weil ich sie als Siegerin gesehen habe - sie ist - bzw. genaugenommen war - eine der wenigen Teilnehmer, die das vielzitierte “Gesamtpaket” hatten, sie hat eine gute, wiedererkennbare Stimme und konnte dies auch in der Performance rüberbringen. Vielleicht hat sie sich mit ihrer Rihanna-Interpretation aber keinen Gefallen getan, weil der Song musikalisch zu “banal” war und ihre Stimme da gar nicht herausgearbeitet werden konnte, trotz dessen ist es mir ein Rätsel, dass sie nicht weitergekommen ist, vielleicht war sie nur abseits der Musik zu unauffällig. Mein Tipp war: Platz 1 *Weia* Ach ja, noch ein zweites *weia* für ihr Outfit bei der Top 15-Show, die rot-pink Kombo geht nur an Enie van de Meiklokjes und sonst an nichts und niemandem!

- Felix Hahnsch -
Was war eigentlich schlimmer? Seine generelle “Ich bin Prince Charming und finde mich selbst unglaublich schön”-Art? Dass er es gewagt hat, einen Song von The Script zu töten (mit dem er sich übrigens keinen Gefallen getan hat, weil der für so eine Show zu wenig Mainstream war)? Sein unfassbar tuntiges Netzhemd? Die nicht weniger lächerliche Clownshose? Und tschüss…

- Nicole Kandziora -
Für mich war Nicole eine völlig belanglose Kandidatin, bei der es mir ein Rätsel war, wieso RTL sie in den Top 15 haben wollte, da gab es sicherlich andere Kandidaten, die deutlich mehr Ecken und Kanten oder schlichtweg Besonderheiten gehabt hätten - Selam z.B.
Katy Perry ist schon alles andere als ein große Sängerin (dafür sieht die halt einfach lecker aus *g* und kann’s rüberbringen), Nicole hat optisch den Nuttenlook gewählt und musikalisch die Variante “Kreide kratzt über Tafel”. Grausamer Auftritt, bye bye.

- Mike Müller -
Schlafanzuglook, Einsatz auch verschlafen, seine Interpretation der Backstreet Boys war auch zum wegnicken - gute Fahrt nach Hause!

- Marvin Cybulski -
Marvin hat bei der Verteilung der Stimmen wohl mehrfach “Hier!” gerufen, vermutlich als ich gerade auf dem Klo war, hat er meine dazu bekommen. Dafür ist er bei der Verteilung der Performance und des Selbstvertrauens wohl selbst gerade pinkeln gewesen.
Er ist einfach ein Typ, der von der ganzen Art aus dem belanglosen Einheitsbrei herausragt, sowohl vom Alter (”Letzte Chance DSDS”), vom Stil (ältere Popsongs), als auch vom gesamten Auftreten - der Typ, mit dem man gerne mal ein Bier trinken gehen würde. Oder auch zwei.
Für den Sieg am Ende wird er wohl zu wenig “Star-Appeal” haben. Mein Tipp: Platz 4.

- Marco Angelini -
Schwiegermamas Liebling, sympathisch, intelligent, gut aussehen tut er auch noch - kann der mir was davon abgeben? Ruhig von allen Eigenschaften. :-D
“Stark” fand ich nicht glücklich gewählt, dafür fehlt es seiner Stimme an Kraft, aber weiter ist er ja trotzdem. Für den Sieg am Ende ist er aber “zu nett”, daher wird auf Platz 5 Schluss für ihn sein.

- Christopher Schwab -
Ach ja, der war ja auch noch da - und diese Aussage zeigt eigentlich schon, dass er es in keiner Weise geschafft hat, aufzufallen. Herausragendste Eigenschaft: er kommt aus Mettmann. Yeah! :-D
Seine Interpretation von “Hey there Delilah” war ok, aber letztlich auch belanglos. Er war nie schlecht, aber eben auch keiner, der sich von seinem Typ oder von seinen Auftritten aus der Masse hervorgetan hätte und dementsprechend hat’s auch von den Anrufen nicht gereicht.

- Nina Richel -
Schön, dass neben den ganzen Püppchen auch jemand mit einer tollen Stimme und ein paar Gramm mehr auf den Rippen weiterkommen durfte - ich hätte nicht gedacht, dass sie es in die Top 10 schafft, da bin ich wirklich positiv überrascht, wenigstens noch eine, die tatsächlich gesangliche Qualität mitbringt und nicht nur dem Motto “Mehr Schein als Sein” folgt. Vor allem freue ich mich auf weitere Auseinandersetzungen mit meiner persönlichen “Freundin” Sarah Engels… har har har

- Norman Langen -
Ich finde Norman richtig klasse, er fällt aus dem Rahmen (Party-Schlager statt Pop) und ist mit einigen sympathischen Statements aufgefallen (ihm kaufe ich ab, dass er sich wirklich mit anderen Kandidaten freut, wenn die ein Lob erhalten). Er spielt in seiner eigenen Liga mit der Wahl seiner Songs, wodurch es für ihn einfacher ist, sich durchzusetzen… ich denke nicht, dass er am Ende gewinnen wird, aber so oder so ist sein Weg nach Mallorca an den Ballermann vorgezeichnet, da stehen ihm sicherlich alle Türen offen. ;-)
Für mich ein Top 3-Kandidat.

- Pietro Lombardi -
Was soll man über einen Kandidaten sagen, der nur als “Der Clown” dargestellt wird?
Er hat im Casting schon “Hänger” gehabt, er hat im Recall völlig verkackt und letztlich jemandem auf den Malediven den Platz weggenommen. Er hat auf den Malediven nicht überzeugt, aber dafür noch ein Lob bekommen, weil er angeblich lustig war, während andere achtkantig rausgeflogen sind - und nun hat er es mit einem wenigsten mal halbwegs brauchbaren Auftritt auch noch in die Top 10 geschafft. Für mich stellt sich da schon die Frage: aha, das ist also einer der 10 “Besten” von mehreren 10.000? Aha.
Am Anfang fand ich ihn in seiner dusseligen Art ja auch witzig, aber langsam wird es anstrengend und nervig und vor allem sollte nun ja wirklich auch das musikalische im Vordergrund stehen.
Ich hoffe, dass es mal langsam “gut” ist mit ihm… Platz 9

- Sarah Engels -
Ich hatte die Hoffnung, dass sie jemand auf den Malediven ertränkt, aber den Gefallen hat mir leider niemand getan. Wenn es einen Inbegriff des Spruches “Mann, macht dich dein Charakter hässlich” gibt, dann ist sie es!
Ja, sie kann ganz gut singen, auch wenn vieles bei ihr (wie ihre gesamte Art) in übertriebenste Theatralik ausartet, aber so eine arrogante, maßlos von sich selbst überzeugte Schnepfe, habe ich selten erlebt. Kotzen 3000! ;-)
Immerhin wurde sie für die Top 15 Show mal von Visagisten geschminkt, die ihr Handwerk verstehen - wer ihr beigebracht hat, die Wimpern so zusammenzupappen, gehört ebenfalls ertränkt. Versenkt. Verbuddelt.
Leider ist ihre musikalische Qualität zu gut, so dass wir sie noch ein wenig ertragen müssen, danach mangelt es aber einfach an Sympathie-Anrufen: Platz 6

- Sebastian Wurth -
Ihn wollte und will RTL lange dabei haben, weil er natürlich der Kandidat für die zahlungs- und anrufwillige Zielgruppe ist. Er ist jung, sooooo süüüüüüüüß und völlig talentbefreit ist er immerhin auch nicht. Wird sehr weit kommen, weil er sicherlich sehr viele Anruferinnen mobilisieren kann, die ihr Taschengeld ins Handy blasen.  Und selbiges auch gerne bei ihm täten… ähhhh… oder so.
Für mich ein Kandidat fürs Finale.

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Angelos Espresso-Zimt-Kreation

Sonntag, 16. Januar 2011 21:23

Nachdem ich mich heute im Cafe del Sol in Iserlohn habe “bebrunchen” lassen (übrigens immer wieder sehr empfehlenswert!), war mir gerade eben nur noch nach einem kleinen Snack für den “süßen Zahn” - und dabei ist die Experimentierlaune über mich gekommen.

Die heutige Wahl fiel auf ein eher triviales Rezept, den guten, alten Grießbrei. Üblicherweise wird er mit weiteren süßen Zutaten verfeinert (Zucker, Kakao, Obst, kleinen Hunden oder Katzen *lach*), warum aber nicht einmal Gegensätze zusammen bringen, diese ziehen sich ja dem Sprichwort auch sonst an.
Nach Yin und Yang, Tag und Nacht und Feuer und Wasser folgten heute folgerichtig:

*trommelwirbel*

Grießbrei meets Coffee!

Man nehme (für 1 große Portion):

- 500ml Milch oder Hafermilch
- 4 gehäufte Esslöffel Weizengrieß
- 2-3 EL Zucker (je nach Vorliebe und Kaffee-Menge)
- ggf. 1 EL Butter (vor allem, wenn man keine echte Milch nimmt, sonst wird der Grießbrei relativ trocken)
- Zimt
- Gemahlenes Espresso-Pulver (oder natürlich auch ganz trivialen Kaffee)

Das eigentliche Grießbrei-Rezept ist so einfach, dass selbst ich es hin bekomme (bei mir kann sogar Wasser anbrennen!):

Man lässt die Milch kurz aufkochen und rührt den Grieß mit dem Zucker unter. Da der Kaffee dem Grießbrei eine herbere Note gibt, muss jeder nach eigenem Geschmack experimentieren, ob man etwas mehr Zucker nehmen möchte (üblicherweise sonst 2 EL), aber auch später noch “nachzuwürzen” ist kein Problem.
Den Brei noch ein wenig vor sich hin köcheln lassen (wenn es ein Klotz wird, war es zu lang! :-D ) - daraufhin rührt man mehrere Prisen Zimt und Espresso-Pulver in den Brei - fertig!

Ok, an Produktfotografie und der Dekoration muss ich mich nochmal versuchen (das Auge isst bekanntermaßen mit), aber lecker war es auf jeden Fall! :-)

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Ich esse es ja…

Mittwoch, 22. Dezember 2010 13:27

… aber nicht unter falschem Namen!

Hände hoch, wem sagt das etwas? Richtig, das ist aus dem legendären “Pappa ante Portas” von Loriot:

http://staerkstes-blog.ch/?p=17

In den letzten Tagen habe ich auch mehrfach erlebt, wie oft einem irgendetwas unter falschem Namen vorgegaukelt wird.

[...]

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Premium Bildqualität

Mittwoch, 22. Dezember 2010 13:02

Ich bin dabei, meine Unterlagen auszumisten und dabei ist mir wieder ein herrliches Bilddokument in die Hände gefallen. Als ich im Januar den Verein gewechselt habe, brauchte ich kurzfristig für meinen Spielerpass neue Fotos - da es jedoch schon nach Geschäftsschluss war und ich noch am selben Abend die Unterlagen einreichen sollte, blieb als einzige kurzfristige Alternative der Fotoautomat. Konkret fiel die Wahl auf den Fotofix-Automaten im Ratinger Real.

5€ eingeworfen, *blitz* - Vorschau: WAS - IST - DAS?
http://www.goalieforum.de/fotofix.jpg

[...]

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Plus + Pisa = Plisa? Pusa?

Mittwoch, 8. September 2010 16:46

Man weiß es nicht… ebensowenig weiß vermutlich Plus in seinem gestrigen Newsletter, wie es auf die Ersparnis bei folgendem Produkt gekommen ist:

Wenn ich das Pferd von hinten aufzäume und von ursprünglich 59,95€ nunmehr 59€ sparen kann, darf ich dann wohl Plus bitten, mir das ominöse Gerät für 95 Cent auszuhändigen?

Einen Versuch wäre es wert..

In diesem Sinne: Sechs, setzen!

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Room with a VIEW

Montag, 16. August 2010 18:46

Oder doch “A VIEW to a kill”?

Wenn man der Medienlandschaft Glauben schenken mag, hängt die Zukunft unseres Heimatlandes auf Gedeih und Verderb daran, ob ein Unternehmen die eigenen 4 Wände fotografieren darf oder nicht. Nicht wirtschaftliche Probleme beherrschen die ersten und größten Schlag- wie Kopfzeilen, nicht Umweltkatastrophen und auch nicht politische oder gesellschaftliche Entwicklungen - sondern einzig die Frage danach, wie Deutschland darüber denkt, dass Google Street View nun auch die deutschen Straßen befahren und selbige in Bildmaterial festhalten und für alle im Internet zugänglich machen will.

Wenn ich lese, was da an ebenso polemischer wie schlichtweg falscher Berichterstattung durch die Medien geht, weiß ich nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Sicherlich kann man generell Google als allumfassenden, datensammelnden Weltkonzern hinterfragen, aber bei der inhaltlichen Wahrheit sollte man schon bleiben: Google befährt öffentliche Straßen und schießt von dort aus Fotos, die jeder Privatmann ebenso machen könnte - und vor allem auch dürfte! Auch bei einzelnen Fotos gibt es kein Gesetz, das nicht Fotografien von öffentlichen Plätzen aus verbieten würden (von einzelnen Ausnahmen bei der Veröffentlichung z.B. der Lichtinstallation des Eiffelturms einmal abgesehen) - und danach hat bislang auch kein Hahn gekräht, bis sich Zeitungen und TV-Sendungen das Thema nun offenbar auf die Fahnen geschrieben haben. Google ist groß, Google ist mächtig, die Technik ist (relativ) neu, da kann man schon einmal durch gezielte Meinungsmache Auflage machen und Zuschauer mobilisieren.

Es werden von den Google-Mitarbeitern keine Privatgrundstücke befahren oder betreten, dementsprechend sieht man nichts, was nicht ohnehin jederman auch so hätte sehen können, wenn er seinen Hintern vom Fernsehsessel erhebt und einen Schritt nach draußen tut.
Vor allem aber handelt es sich bei der Bilddatenbank um keine Webcam, die dauerhaft Bilder ins Netz übermittelt, sondern um eine einzige Momentaufnahme, auch das grenzt die Gefahr der “Ausspionierbarkeit” doch deutlich ein.

Und was muss man dann in der Zeitung mit den 4 Buchstaben, die uns allumfassende BILDung verspricht lesen? Juliane Winterberg (19, mit Foto), Sozialfachangestellte aus Gerstungen entblödet sich nicht, auf der Titelseite der besagten Zeitung folgendes zum Schlechtesten (vom Besten kann nicht die Rede sein) zu geben:
“Ich sonne mich oft im Bikini auf der Terrasse. Durch Google finden Spanner doch sofort mein Wohnhaus.”

Genau so wird es sein, die Wahrscheinlichkeit ist natürlich groß, dass du just in dem Moment, wo Google sein Foto macht, wenig bekleidet auf dem Balkon herumturnst.
Völlig unwahrscheinlich hingegen ist es, dass dir nun irgendwelche Spanner auflauern, weil du unter Nennung deines Names, deines Berufs, deines Fotos, deines Alters und deines Wohnorts auf dem Titelblatt einer Zeitung mit Millionenauflage verkündest, dass du gerne und regelmäßig deine Tröten auf dem frei einsehbaren Balkon in die Sonne hältst.

Ich bin dann mal auf dem Weg, wollte mal in Gerstungen vorbei schauen…

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WM 2010 - die Einzelkritik

Donnerstag, 8. Juli 2010 19:01

Nachdem ich mich gestern dem generellen Abschneiden und Auftreten des deutschen Teams bei der Fuppes-WM in Südafrika gewidmet habe, möchte ich auch nicht mit einer höchst subjektiven Einzelkritik geizen. ;-)

Manuel Neuer:
Durch Robert Enkes verletzungsbedingten Ausfall und den Rippenbruch von Rene Bundesadler, der ihn im heimischen Leverkusener Horst verweilen ließ, kam in Südafrika die vermeintliche Nummer 3 zum Einsatz: Manuel Neuer. Er zeigte herausragende Reaktionen auf der Linie, bei der Strafraumbeherrschung hatte er “Wackler”, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen (z.B. beim Gegentreffer beim 4-1 gegen England) oder folgenlos blieben (wie im Vorrundenspiel gegen Ghana). Ingesamt war Neuer ein sicherer Rückhalt, auf den sich das Team jederzeit verlassen konnte und er strahlte eine große Ruhe aus.
Wie so oft hatte Deutschland im Tor eher ein Luxusproblem, denn auch mit Hans-Jörg Butt oder Schmalzlocke Wiese wären mir sicher keine (bzw. nicht noch mehr als ohnehin vorhanden) grauen Haare gewachsen.
Im Halbfinalspiel gegen Spanien war Neuer überragend und nahezu der einzige deutsche Spieler, der seine Leistung abrufen konnte und damit Deutschland lange im Spiel hielt, beim späten Siegtreffer der Iberer war Neuer machtlos.

Note: 2+

[...]

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Ausgeträumt!

Donnerstag, 8. Juli 2010 0:34

Es ist Mittwoch, der 07.07.2010, der Tag nähert sich langsam seinem Ende und ebenso hat die WM für das deutsche Fußball-Nationalteam heute ein ebensolches Ende gefunden - also ein Anlass, um ein wenig auf diese WM zurück zu blicken und ein paar eigene Ansichten in blumige Worte zu fassen.

Der eine oder andere mag gerade gestutzt haben: Ende? Samstag ist doch noch das Spiel um Platz 3! - Sicherlich, aber dieses Spiel finde ich so überflüssig wie einen Kropf, letztlich bleibt es doch unerheblich, wer den Kampf um die goldene Ananas gewinnt (oder müsste es genaugenommen nicht die Bronze-Ananas sein?).

Wie ist also die WM im Einzelnen für das DFB-Team verlaufen?

Nach nur 8 Minuten konnte Deutschland im Eröffnungsspiel gegen Australien jubeln, ein Tor, das die nötige Sicherheit gegeben hat, um einen nie wirklich gefährdeten 4-0 Sieg gegen die “Socceroos” einzufahren.
Deutschland zeigte sich ebenso offensiv- wie kombinationsstark, traf aber auch auf einen schwachen Gegner, der zudem durch eine überharte rote Karte dezimiert wurde.

Die Reaktionen sowohl in der Medienlandschaft als auch bei vielen Fans gingen klar in eine Richtung, zumal sich viele Turnierfavoriten in der Gruppenphase sehr schwer taten: Deutschland wird Weltmeister. Bereits hier war die Betrachtung genauso Schwarz-Weiß wie die Sporthemden und -hosen der deutschen Elf. [...]

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Alles grande, oder was?

Sonntag, 2. Mai 2010 22:04

Den heutigen Abschluss des Wochenendes im McCafé möchte ich nutzen, meinem Blog wieder ein wenig Leben einzuhauchen. Um es mit den Worten von Jochen Malsmheimer zu fassen: früher war mitnichten alles besser, aber was früher gut war, wäre auch heute noch gut, wenn man es in Ruhe gelassen hätte.

Wo sind sie hin, die schönen deutschen Adjektive wie “klein”, “mittel”, oder “groß”? Klingt es wirklich edler oder gar wohlschmeckender, wenn einem die Kaffee-Spezialität in “grande” serviert wird? Wäre der deutsche Begriff für den potentiellen Käufer zu trivial und somit uninteressant?

Nachdem ich mich heute für eine der (gefühlt) 1248 verschiedenen Kaffee-Varianten entschieden hatte, wurde ich gefragt, ob ich die Fleckenmilch (latte macchiato) denn gerne in “tall” oder “grande” möchte - eine Frage, die mich noch mehr ge- und überfordert hat, als die Wahl der Geschmacksrichtung im Vorfeld.

Spontan kramte ich in meinen Englisch- und Italienisch-Kenntnissen und kam zu der Erkenntnis, dass sowohl “tall” als auch “grande” ein und das selbe bedeuten, nämlich: groß. Was wollte ich denn nun? Ein anglophones groß? Würde das mit einem italienischen Latte macchiato überhaupt harmonieren? Sind große Engländer wohl größer als große Italiener - wir kennen ja auch Titel wie “2 kleine Italiener”?

Fragen über Fragen, aber die nette Dame auf der anderen Seite der Theke war bereit mir auszuhelfen, im McCafé-Neudeutsch ist also “grande” die größte Menge an Kaffee, die man erwerben kann, “tall” ist nur so ein Mittelding. Also doch ein großer Italiener und nur so ein mittelmäßiger Engländer. Wieso auch immer.
Ach ja. Geschmeckt hat er, egal unter welchem Namen. Die Schwarzwälder Kirschtorte übrigens auch, die gab es aber auch nur in einer Einheitsgröße.
In diesem Sinne: ich liebe es.

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Angelo im Arschgesichterland

Donnerstag, 11. März 2010 14:53

Am gestrigend Abend stand “Alice im Wunderland” auf unserem (Kino-)Programm.

Vorab das nunmehr Nebensächliche: der Film ist wirklich klasse, Johnny Depp spielt mal wieder überragend-wahnsinnig und Tim Burton schafft eine (im wahrsten Sinne des Wortes) traumhafte Fantasie-Welt.

Aber das nur am Rande. ;-)

Wir “durften” den Film nämlich in erweitertem Surround-Sound erleben: Film von vorne, dummes Gelaber von hinten. Direkt hinter uns saß die versammelte Krefelder Baggy-schiefe-Kappe-auf-dem-Kopf-Checker-Fraktion und meinte, den gesamten Film mit ihrem sinnfreien Gewäsch zu unterlegen.
5 Minuten habe ich mir das noch angehört, dann ist mir das erste Mal der Kragen geplatzt, ich habe mich das erste Mal umgedreht und gesagt, dass wir durchaus in der Lage sind, der Handlung des Films zu folgen, ohne dass sie jede Szene kommentieren.
Viel genutzt hat es nicht, nach kurzer Zeit ging das Gebrabbel wieder weiter… in einer dialoglastigen Phase des Films (also Dialoge, die tatsächlich die Handlung voran getrieben haben und nicht das Gebrabbel im Nacken) habe ich mich nochmal umgedreht und gefragt, ob ich vorhin wirklich so undeutlich war, dass sie gefälligst die Fr*sse halten sollten oder was daran nicht zu verstehen war?

Um meine Worte zu verstehen, hätte es aber offenbar einen Empfänger mit Hirn vorausgesetzt - und ich habe ja schon erwähnt: Checker, Kappe, Baggy, ergo: brachliegende Hirnleere.

Also ein neuer Versuch: mein “Angebot”, dass ich ihm auch meine Cola über den Latz schütten könnte, wenn er nicht endlich die Schnauze halten würde, blieb ebenfalls ohne Wirkung, als ich dann demonstrativ schon mal den Deckel vom Becher genommen habe, ging’s dann zumindest halbwegs…

Ich frage mich, wieso solche Spasten a) überhaupt in einen solchen Film gehen, der sie ohnehin intellektuell überfordert und b) nicht zum Friseur gehen, wenn sie unbedingt das Bedürfnis haben, sich ihrer Umwelt mitzuteilen?

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